Dirk Schmitz war stinksauer. Nicht auf seine Mannschaft. Im Gegenteil. Er lobte die U-20-Jungfüchse für die besonnenen Auftritte in den Eishockey-Spitzenspielen in der DNL3 beim ESV Chemnitz. Es war der Unparteiische, der den EVD-Trainer so richtig weit hoch auf die Palme trieb. „Die größte Frechheit passierte nach einem Foul an Nikolai Kulik“, berichtet Schmitz. Für einen Check von hinten gab es nur zwei Strafminuten wegen Bandenchecks. „Und dann geht er zu Nikolai, der vor Schmerzen auf dem Eis lag und sagt zu ihm, er solle aufstehen, sonst bekäme er auch zwei Minuten“, konnte es Schmitz kaum fassen. „Ich habe ihn dann gefragt, ob er Arzt sei. Nikolai kam ins Krankhaus, wo ein Schädel-Hirn-Trauma diagnostiziert wurde. In den nächsten Tagen gibt es noch eine MRT-Untersuchung. Was sich der Schiedsrichter da erlaubt hat, war eine Frechheit“, so Schmitz.

So geriet die 2:5 (1:1, 1:3, 0:1)-Niederlage im ersten Spiel beinahe schon in den Hintergrund. Dabei ging der EVD in Führung – und das gegen eine Mannschaft, die durch zahlreiche Spieler verstärkt worden war. Unter anderem durch Viktor Braun, der ansonsten in der DEL2 für die Eispiraten Crimmitschau spielt und bislang noch kein Saisonspiel für die Chemnitzer U-20-Mannschaft absolviert hatte. „Dazu kamen noch andere Spieler aus der eigenen Regionalliga-Herrenmannschaft und andere Doppellizenzspieler“, so Schmitz. Doch trotz dieser Verstärkungen hielt der EVD die Partie offen. „Das ist deren gutes Recht“, sagte der Coach. Die Tore für Duisburg erzielten Lennart Schmitz und Lukas Friedrich. „Ich hatte mir schon Sorgen gemacht, weil die Jungs wirklich geknickt waren. Aber sie haben auch das zweite Spiel sehr gut bestritten, haben mit ungeheuer viel Einsatz gespielt“, so der Coach. Erneut ging der EVD, diesmal durch Vincent Robach, in Führung. Erst in den letzten drei Minuten fielen die Tore zum 2:1 und schließlich zum 3:1 (0:1, 1:0, 2:0)-Endstand für Chemnitz. „Die Jungs können stolz auf sich sein. Trotz des verstärkten Kaders beim Gegner war das ein Spiel auf Augenhöhe.“

Auch die U-17-Mannschaft des EVD in der 2. Division Nord spielte zweimal gegen den ESV Chemnitz – allerdings daheim und im Duell darum, nicht Letzter zu werden und in die Relegation zu müssen. Auch hier mussten sich die Jungfüchse zweimal – mit 5:6 (3:2, 0:2, 2:2) und mit 1:4 (1:2, 0:1, 0:1) – geschlagen geben. „Am Ende fehlte uns im ersten Spiel etwas die Cleverness. Wir waren die klar bessere Mannschaft“, sagte EVD-Trainer Olaf Rautenberg. Denn der EVD führte schon mit 2:0 und 3:1 – und ab der 48. Minute mit 5:4. Erst in der Schlussphase drehte der Gegner das Spiel. Es trafen Tom Waldschmidt (2), Dorian Hanna, Max Muscheid und Linus Braniecki. Im zweiten Spiel gelang Teoman Aközbek das zwischenzeitliche 1:1, doch diesmal lief es nicht ganz so gut wie tags zuvor. Der Coach ärgerte sich zudem über zwei Spieldauerstrafen, die sich sein Team in der Schlussphase einhandelte: „So etwas will ich nicht sehen.“

Daniela Schmitz sprang bei der U-13-Mannschaft in der Regionalliga B als Trainerin ein – und sie sah ein gutes Spiel der Mannschaft, trotz der 7:8 (1:2, 4:5, 2:1)-Auswärtsniederlage gegen den Herforder EV. Zweimal glichen die Jungfüchse einen Zwei-Tore-Rückstand aus. „Am Ende waren wir dem Unentschieden deutlich näher als der Niederlage. Wir hatten eine Vielzahl von Chancen, die wir leider nicht ausreichend genutzt haben. Dennoch war das eine gute Leistung.“ Es trafen Patrick Latusek (4), Levin Semmler (2) und Hendrik van der Veen.

Eine sehr gute Leistung boten die jüngsten Wettkampfmannschaften des EVD. Die U-11-B-Mannschaft, die in einer SG mit Dinslaken spielt, gewann ihre Spiele beim Landesliga-Turnier in Wiehl gegen den EHC Gelsenkirchen (8:2), den TuS Wiehl (8:5) und den EHC Troisdorf (6:1). „Wir hatten nur acht Feldspieler, auch wegen Abstellungen zur U 13. Dennoch haben es die Jungen und Mädchen sehr gut gemacht. Das gilt insbesondere auch für beide Torhüter“, lobte EVD-Trainer Oliver Giesen. Ähnlich zufrieden war er auch mit der U-9-Mannschaft beim Turnierspieltag in Troisdorf. Auch die kleinsten Füchse siegten dreimal gegen den EHC Troisdorf (16:2), die Eisadler Dortmund (13:1) und den Krefelder EV (19:2). „Die Kinder haben die Trainingsinhalte schön umgesetzt, gut zusammengespielt und auch die Laufübung gewonnen“, freute sich Giesen.